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Kfz
Versicherungsvergleich
Bei diesem Verfahren vergleicht ein
darauf spezialisierter Dienstleister (Versicherungsmakler oder Finanzberater)
die Angebote unterschiedlicher Versicherungsunternehmen für seine Kunden, so
dass ein individueller Überblick über die Leistungen und Preise der
verschiedenen Versicherungen möglich ist. Meist geht es dabei um private
Krankenversicherungen, Lebensversicherungen (inkl. Renten- und
Berufsunfähigkeitsversicherung) oder Kfz-Versicherungen. Ziel eines
Versicherungsvergleichs ist es, für einen konkreten Bedarf die geeignetste und
günstigste Versicherung zu finden. Der Versicherungsvergleich selbst ist in der
Regel kostenlos, da der Dienstleister eine Vermittlungsprovision vom
Versicherungsunternehmen erhält, an das er den Versicherungsvertrag
gegebenenfalls vermittelt. Die Provision für den Dienstleister bezahlt jedoch
letztlich der Kunde (Versicherungsnehmer) über die an das
Versicherungsunternehmen zu zahlenden Beiträge. Verbraucherschützer kritisieren,
dass häufig die Höhe der Provision Einfluss auf die Auswahl des vom
Dienstleister dann letztlich empfohlenen Produktes hat. Daher gibt es vermehrt
Anbieter, die ihre Dienstleistung für ein festes Honorar anbieten und im
Gegenzug bei der Tarifauswahl nur Tarife ohne Provision berücksichtigen oder die
Provision an den Kunden weitergeben (Weitergabe von Provisionen ist laut den
Wettbewerbsrichtlinien der Versicherungswirtschaft verboten).
Versicherungsvergleiche werden in den Medien beworben (z.B. Internet, Radio,
Fernsehen und Print-Medien). Oft handelt es sich bei der in der Werbung
genannten Firma nur um einen Adressenhändler, der die Kundenanfrage gegen eine
Gebühr an einen Versicherungsmakler verkauft, der sie dann tatsächlich
bearbeitet.
Es gibt auch die Möglichkeit im
Internet einen Vergleich kostenlos online durchzuführen (in der Schweiz z.B. bei
Comparis). Der Kunde sieht sofort alle Preise und kann je nach Bedarf weitere
Informationen oder eine Beratung anfordern. Auch wenn es keinen Vergleich gibt,
der wirklich alle Anbieter enthält, kann der Kunde sich einen schnellen
Marktüberblick verschaffen. Für den normalen Verbraucher ist es jedoch auch nach
einem Vergleich oft nicht möglich das für seinen Bedarf richtige Produkt
herauszufiltern, da sich die Produkte hinsichtlich ihrer Leistungen
(Versicherungsbedingungen) sehr stark unterscheiden können. Dies gilt
insbesondere für Produkte wie z.B. privaten Krankenversicherungen oder
Berufsunfähigkeitsversicherungen. Versicherungsbedingungen regeln die
gegenseitigen Rechte und Pflichten zwischen Versicherer und Versicherungsnehmer,
soweit diese nicht über das VersVG (Versicherungsvertragsgesetz) geregelt sind.
Es gibt Allgemeine Versicherungsbedingungen (AVB), die allen
Versicherungsverträgen zugrunde liegen. Im § 10 des VAG
(Versicherungsaufsichtsgesetzt) ist der Mindestinhalt der AVB geregelt. Die
besonderen Versicherungsbedingungen regeln im Rahmen der AVB den eigentlichen
Versicherungsschutz. Die besonderen Versicherungsbedingungen werden wiederum
durch Klauseln abgeändert oder eingeschränkt.
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